PV-/Solaranlagen auf kommunalen Gebäuden (Liegenschaften) installieren

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  • Bitte berücksichtigen: Wir treffen hier nur grobe und allgemeingültige Einstufungen, die von spezifischen Projektergebnissen abweichen können. Wir wollen eine erste Indikation geben. Praxisnäher sind oft die Erfahrungen aus den Beispielen unten.
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PV-/Solaranlagen auf kommunalen Gebäuden (Liegenschaften) installierenPV-/Solaranlagen auf kommunalen Gebäuden (Liegenschaften) installieren
Energieeffizienz
Energiewende/Strom
Gebäude & Liegenschaften
GovShare TeamVerifizierte Expert:innen bei GovShare
Die Beschreibung sowie die Kriterien-Einordnung für diese Klimaschutz-Maßnahme wurden von unserem GovShare-Team kuratiert.
Quellenverzeichnis
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Kurzbeschreibung - Um was geht's genau?

Im Hinblick auf die Energiewende wird es für Gemeinden zunehmend relevant sein, selbst erneuerbare Energien zu erzeugen. Der Aufbau von Photovoltaikanlagen ist dafür eine hervorragende Möglichkeit. Dächer von öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Rathäuser, Turnhallen und anderen kommunalen Liegenschaften eignen sich ideal für Photovoltaikanlagen. Der täglich hohe Eigenverbrauch von Strom für Licht, Computer, die Kantine etc., führt zur schnellen Amortisierung der Investition. Ebenfalls können bereits bestehende Flächen sinnvoll und nachhaltig genutzt werden und Kommunen sind in der Lage, Ihre Stromkosten zu senken.

Trotzdem kann der Ausbau auf kommunalen Dächern in den Kommunen stocken, z.B. aufgrund von: schwankenden Einspeisegebühren, fehlendem Personal und Expertise, der Statik, des Brandschutzes oder Denkmalschutz kommunaler Dächer oder fehlender finanzieller Mittel. Insofern sind politischer Wille und die richtigen Planungs- & Entscheidungswege bei der Realisierung von PV-Anlagen wichtig für einen erfolgreichen Ausbau.

Aber die gute Neuigkeit ist, wie ein Bürgermeister einer 5.000-Einwohner-Gemeinde trefflich im Gespräch mit uns gesagt hat: "Das ist alles kein Hexenwerk."

Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden ist zukunftsweisend und wirtschaftlich sinnvoll. Im Zusammenspiel mit anderen Maßnahmen wie dem Strombilanzkreismodell verstärken sich die positiven Effekte nochmals (Siehe Maßnahme "Strombilanzkreismodell etablieren").

Mehrwerte für Kommunen – Was bringt’s?

  • PV-Anlagen beziehen eine kostenlose, frei verfügbare, unerschöpfliche und saubere Energiequelle. Kommunen können damit erheblich an Energiekosten einsparen und sich sowohl unabhängig von externen Strompreisen als auch umweltschädlicher Stromerzeugung machen.
  • Der Einsatz von PV-Anlagen führt zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen. Photovoltaikanlagen verbrauchen nicht mal 5 % des CO2, welches in Kohlekraftwerken anfällt (Im Vergleich zu 1 kWh Braunkohle-Energie spart 1 kWh PV-Strom ca. 1025 Gramm Kohlendioxid).
  • Die Anlagen sind während des Betriebs komplett emissionsfrei, haben nur geringe Reparaturkosten und können flexibel auf die äußeren Umstände angepasst werden.
  • Da der Ausbau von erneuerbaren Energien nicht an den voraussichtlichen Bedarf gebunden sind, kann überproduzierter Strom von anderen Gebäuden/Liegenschaften auch bezogen werden (siehe hierfür Maßnahme "Strombilanzkreismodell etablieren").
  • Die Installation von PV-Anlagen bietet die Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung (siehe auch Maßnahme "Energiegenossenschaften gründen bzw. deren Gründung unterstützen (Bürgerenergie)" und stärkt das Bewusstsein für erneuerbare Energien in der Gemeinde. Bürgerinnen und Bürger können aktiv zur Energiewende beitragen, indem sie unter anderem Anteile an den PV-Anlagen erwerben oder den erzeugten Ökostrom nutzen.
  • Die Entscheidung, gemeindeeigene Dachflächen für PV-Anlagen zu nutzen, kann lokale Wirtschaftsakteure, wie Installateure und Techniker, fördern. Dies schafft Arbeitsplätze und unterstützt die Entwicklung der lokalen Wirtschaft.

Erfolgsfaktoren / Stolpersteine – Wie gelingt die Umsetzung?

Wichtige Umsetzungspunkte:

  • Grundsatzentscheidungen treffen hinsichtlich der Ziele (PV-Ausbauziel & Zeitraum), der Verantwortlichkeiten, und der Kommunikation in der Verwaltung, Politik und der Öffentlichkeit.
  • Planung und Vorbereitung: Eine klare Projekt-Strategie für die Umsetzung haben, Kataster erstellen und Analyse der kommunalen Gebäude und der PV-Nutzbarkeit durchführen - dabei ggf. mit der Denkmalschutzbehörde kooperieren, Ergebnisberichte erstellen und eine Entscheidung bzgl. des Betriebsmodells der Anlage herbeiführen.
  • Umsetzung: Ausschreibung zum Bau der Anlage oder Ausschreibung der Anlage für Investoren / Bürgerenergiegenossenschaften durchführen, die Netzverträglichkeit prüfen, die Anlage aufbauen inkl. Pflichtanmeldung und in Betrieb nehmen.
  • Rechtliches: Seit 2023 entfallen beim Kauf von PV-Anlagen für öffentliche und dem Gemeinwohl dienenden Gebäuden die Umsatzsteuer unabhängig von der Größe der Anlage (Nullsteuersatz für die Lieferung, Installation, notwendigem Zubehör und Speichern).

Ausprägungsformen

Für die Realisierung von PV-Anlagen auf kommunalen Dächern bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Kommunen können die Anlagen in Eigenregie realisieren (Investition von der Kommune), von Investoren realisieren lassen oder mit Bürgerbeteiligung errichten. Die Auswahl des Modells hängt von folgenden Faktoren ab: personell Ausstattung, Investitionsmöglichkeiten, die Erfahrung mit der Realisierung von PV-Anlagen und der Risikoverteilung der Gemeinde.
Mögliche Betriebsmodelle:

  • PV-Anlagenbetrieb durch die Kommune im Eigenbetrieb oder mit Anlagenpacht.
  • Fremdbetrieb der PV-Anlage durch Dachverpachtung (oftmals in Kombination mit Bürgerbeteiligung / Energiegenossenschaften) und/oder PV-Strom-Liefervertrag.

Es ist jeweils zu prüfen, inwieweit es sich um einen vergaberechtlich relevanten Vorgang handelt, der von der Gemeinde ausgeschrieben werden muss.

Kostentreiber

  • PV-Fläche / Anlagenleistung
  • Bauliche Rahmenbedingungen
Benötigte Ressourcen
Icon Investitionshöhe
Investitionshöhe
Mehr Informationen
€€€€
Sehr gering
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Gering
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Mittel
€€€€
Hoch
€€€€€
Sehr hoch
Icon für Aufwand
Geschätzter Aufwand
Mehr Informationen
Icon Laufende Kosten
Laufende Kosten
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Icon für Laufende Kosten signalisiert Kosten sinken
Sinken
Icon für Laufende Kosten signalisiert Kosten bleiben gleich
Bleiben gleich
Icon für Laufende Kosten signalisiert Kosten steigen
Steigen
Icon Projektdauer
Projektdauer
Mehr Informationen
1-3 Jahre
Typische Ergebnisse
Icon Energieersparnis GovShare
Energieersparnis
Mehr Informationen
Sehr gering
Gering
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Indirekt
Icon CO2-Ersparnis GovShare
CO2-Ersparnis
Mehr Informationen
Sehr gering
Gering
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Indirekt
Icon Reifegrad
Reifegrad
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Neuartig
Im Kommen
Etabliert
Icon Bürgerpopularität GovShare
Bürgerpopularität
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Praxisbeispiele

4
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Projektstatus
Bundesland
Größe der Kommune
Weitere Kriterien
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0
Treffer
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Neuötting
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Bayern
Icon Einwohner GovShare
8900
1
Votes

PV-Carport am Rathaus

Bürger-Projekt eines PV-Carport mit 11 Stellplätzen, der erzeugte Öko-Strom wird überwiegend für den Tagesbetrieb im Rathaus in Neuötting verbraucht.
< 10.000 Einwohner
Mit Förderung
Abgeschlossen
Bayern
Mit Ansprechpartner:innen
Abgeschlossen
Neuried
Icon Kommune GovShare
Bayern
Icon Einwohner GovShare
9049
4
Votes

PV-Anlagen als Motor für Umweltschutz und Energieunabhängigkeit

Die Gemeinde Neuried will eine Versorgung aus 100 % erneuerbare Energien bis 2035 erreichen. Der Aufbau erfolgt meist mit Bürger:innenbeteiligung.
< 10.000 Einwohner
Mit Förderung
In fortlaufendem Betrieb
Bayern
Mit Ansprechpartner:innen
In fortlaufendem Betrieb
Pullach i. Isartal
Icon Kommune GovShare
Bayern
Icon Einwohner GovShare
9026
3
Votes

Photovoltaikanlagen auf Gemeindedächern

Die Gemeinde Pullach treibt den Ausbau mit dem Ziel voran, alle geeigneten kommunalen Dächer für die eigene Stromgewinnung auszustatten.
< 10.000 Einwohner
Mit Förderung
In fortlaufendem Betrieb
Bayern
Mit Ansprechpartner:innen
In fortlaufendem Betrieb
Markranstädt
Icon Kommune GovShare
Sachsen
Icon Einwohner GovShare
16700
3
Votes

Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäudedächern

Die Stadt Markranstädt setzt konsequent auf erneuerbare Energien und hat auf vier kommunalen Gebäude in eigener Initiative Photovoltaikanlagen installiert.
10.000 - 50.000 Einwohner
Ohne Förderung
In fortlaufendem Betrieb
Sachsen
Mit Ansprechpartner:innen
In fortlaufendem Betrieb
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Dokumente und Vorlagen

8
In dieser Tabelle findest Du Leitfäden, Beschlussvorlagen oder Sonstiges, was Dich bei der Umsetzung dieser Maßnahme schneller voran bringt.
Arbeitshilfe zur Erstellung eines Planungs- und Umsetzungskonzepts
Nützliches Tool, Leitfaden
Energieagentur Schaumburg gGmbH
2022
12
+
0
Danke!
Ups, bitte kontaktiere uns.
Mach dein Projekt zu Photovoltaikanlagen auf Kommunalen Dächern
Leitfaden, Nützliches Tool
Deutsches Institut für Urbanistik
2020
7
+
0
Danke!
Ups, bitte kontaktiere uns.
10 Gute Gründe für Photovoltaikanlagen
Sonstiges Dokument
Deutsches Institut für Urbanistik
2023
1
+
0
Danke!
Ups, bitte kontaktiere uns.
Photovoltaik auf Dächern - Leitfaden
Leitfaden
Energy4Climate
2022
24
+
0
Danke!
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Verpachtung der Dachflächen an Dritte
Nützliches Tool
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
2020
6
+
0
Danke!
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Ausschreibungen mit Bürgerbeteiligung
Nützliches Tool
Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen
2023
1
+
0
Danke!
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Errichtung und Betreibung von Photovoltaik-Anlagen (PVA) auf kommunalen Dächern
Beschlussvorlage
Stadt Dresden
2018
20
+
0
Danke!
Ups, bitte kontaktiere uns.
Projektierung vonPV-Anlagen und deren Umsetzung auf Immobilien und Gebäuden der Gemeinde sowie der Wohnungsbaugesellschaft Pullach
Beschlussvorlage
Stadt Pullach i. Isartal
2022
3
+
0
Danke!
Ups, bitte kontaktiere uns.

Anbieter

Hier findest Du Firmen und Organisationen, die bei der Umsetzung dieser Maßnahme bereits Erfahrung sammeln konnten. Ggf. sind sie auch für Dein Projekt der richtige Ansprechpartner.
Anbieter-Typ
Einsatz- / Liefergebiet
Größe der Organisation
Weitere Kriterien
0
0
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